Nachfrage nach Silber leicht rückläufig

Der Silberpreis zeigt sich erneut in starker Abhängigkeit vom Goldpreis. Daher schwankt der Silberpreis momentan leicht.

Der Silberpreis zeigt seit Mitte Mai 2012 einen leichten Abwärtstrend. Während der Silberpreis noch zu Beginn des Jahres deutlich zulegen konnte und Ende Februar sogar die 36 USD-Marke überschritt und bei fast 37 USD lag, verlor Silber danach deutlich an Wert. Mitte Mai sank der Preis je Feinunze sogar unter 28 USD. Derzeit schwankt der Silberpreis leicht und liegt tendenziell um 28 USD je Feinunze (aktuell bei 28,38 USD je Unze).
Diese Schwankungen gehen vor allem auf die hohe Abhängigkeit vom Goldpreis zurück. Wie der Goldpreis orientiert sich der Silberpreis stark an der allgemeinen Wirtschaftslage. Derzeit befindet sich die Nachfrage nach Silber auf einem hohen Niveau angesichts der hohen Unsicherheit unter Anlegern, die aufgrund der noch lange nicht gelösten Euro-Schuldenkrise weiter anhält. Sollte sich die Weltkonjunktur jedoch langfristig nicht erholen können, wird davon ausgegangen, dass der Goldpreis davon mehr profitieren wird als der Preis für Silber. Dies liegt unter anderem an der hohen Volatilität von Silber.
Andererseits könnte Silber langfristig von der steigenden Nachfrage in der Industrie profitieren, da hier die Möglichkeiten, Silber einzusetzen, immer vielfältiger werden. Vor allem in der Medizintechnik wird immer öfter auf Silber gesetzt, was die Nachfrage nach Silber nach Ansicht von Experten auf lange Sicht steigern könnte.

Goldpreis wieder über 1.600 US-Dollar

Nachdem der Goldpreis vor kurzem noch mit unter 1.600 USD pro Unze gehandelt wurde hat der Preis nochmal am Dienstag deutlich zugelegt und notiert aktuell bei einem Wert von 1.612 USD pro Feinunze.
Die Sorgen um Spanien und Griechenland und die Hoffnung auf ein weiteres Stimuluspaket in den USA führten zum Anstieg.

Nach dem Rettungspaket für Spaniens Banken in Höhe von bis zu 100 Mrd. Euro wird nun davon ausgegangen, dass der Betrag zur Rettung Spaniens nicht ausreichen würde. Zudem machen sich die Sorgen über den Ausgang der griechischen Wahlen am 17. Juni deutlich bemerkbar. Laut der Nachrichtenagentur Reuters diskutierten am Montag bereits EU-Offizielle über Beschränkungen der Auszahlungen an Geldautomaten. Außerdem thematisierten sie Grenzkontrollen und Kapitalflusskontrollen einzurichten, falls Griechenland den Euro tatsächlich verlassen sollte.
Die Krise in Europa verlangsamt auch das Wirtschaftswachstum. Doch Rohstoffexperten sind der Ansicht, dass der Markt weitere solche Maßnahmen erwarte und dies den Goldpreis weiterhin stütze.