Nikkei-Index in leichtem Abwärtstrend

Der Nikkei-Index befindet sich in einer leichten Abwärtsbewegung. Grund dafür sind vor allem belastende Konjunkturdaten aus Europa.

Der Nikkei-Index verliert aktuell leicht an Wert. Der Index gewann zu Jahresbeginn an Wert und erreicht Anfang Januar rund 10.800 Punkte. Infolge einer leichten Abwärtsbewegung verlor der Nikkei danach leicht an Wert und lag bei rund 10.500 Punkten. Mitte Januar folgten weitere Auf- und Abwärtsbewegungen des Index und ließen ihn bei rund 10.500 Punkten tendieren. Ende Januar setzte ein erneuter Aufwärtstrend ein, so dass der Index Ende Januar die 11.000-Punkte-Marke überschritt. Nach einem weiteren Hoch von rund 11.200 Punkten Anfang Februar folgte eine leichte Abwärtsbewegung, die den Nikkei 225 auf rund 11.100 Punkte fallen ließ. Momentan befindet sich der Nikkei-Index in einer leichten Abwärtsbewegung. Der Index notiert aktuell bei 11.173,83 Punkten.

Nikkei Chart

Nikkei-Chart 12 Monate

Dem Stern in der Online-Ausgabe gegenüber gab ein Händler zu Wort, dass die Märkte in der Region hin- und hergerissen seien zwischen schwachen Daten aus Europa, besseren Konjunktursignalen aus den USA sowie einer wieder ansteigenden Übernahmeaktivität.

Euro-Yen-Wechselkurs bleibt relativ stabil

Der Euro-Yen-Kurs unterliegt angesichts des EU-Gipfels leichten Wankungen. Die Entscheidung Japans, die Mehrwertsteuer zu verdoppeln, stabilisierte den Yen in den Tagen zuvor.

Am Donnerstag unterliegt der Euro-Yen-Kurs leichten Wankungen. Aufgrund des am Donnerstag begonnenen EU-Gipfels herrscht an den Devisenmärkten zugleich große Spannung und Unsicherheit. Am Donnerstag schwank der Kurs zwischen 98,5 und 99,0 Yen je Euro. Zurzeit liegt er bei 98,76 Yen je Euro.
Am Dienstag hatte Japans Unterhaus das Gesetz zur Verdoppelung der Mehrwertsteuer beschlossen. Der Yen-Kurs konnte sich daher leicht stabilisieren und überschritt am Dienstag die 99-Yen-Marke leicht (99,07 Yen je Euro). Die Mehrwertsteuer soll nach Berichten von „Welt Online“ bis 2015 schrittweise von fünf auf zehn Prozent erhöht werden. Diesem Gesetz stimmte das japanische Unterhaus am Dienstag zu. Die Vorlage der Regierung von Ministerpräsident Yoshihiko Noda erhielt eine komfortable Mehrheit von 363 der 459 abgegebenen Stimmen. Dennoch ist die Gefahr einer Regierungskrise noch nicht abgewendet, da 57 Abgeordnete von Nodas eigener Partei, der Demokratischen Partei Japans, gegen die Erhöhung der Mehrwertsteuer stimmten.
Nach monatelangen Verhandlungen konnte die Regierung zwei Oppositionsparteien für den Vorschlag der Steuererhöhung gewinnen. Mit diesem Plan beabsichtigt die Regierung, die hohen Staatsschulden in den Griff zu bekommen. Denn Japan hat mit einer Verschuldung in doppelter Höhe des Bruttoinlandsprodukts einen weltweiten Höchststand erreicht. Die Abweichler aus der Regierungspartei setzen sich gegen die Mehrwertsteuererhöhung ein, da diese nicht im Wahlprogramm enthalten gewesen sei. Das Oberhaus muss dem Gesetzentwurf noch zustimmen. Der weitere Verlauf des Euro-Yen-Kurses wird in den nächsten Tagen von dem Ausgang des EU-Gipfels abhängen.