Euro-Yen-Wechselkurs bleibt relativ stabil

Der Euro-Yen-Kurs unterliegt angesichts des EU-Gipfels leichten Wankungen. Die Entscheidung Japans, die Mehrwertsteuer zu verdoppeln, stabilisierte den Yen in den Tagen zuvor.

Am Donnerstag unterliegt der Euro-Yen-Kurs leichten Wankungen. Aufgrund des am Donnerstag begonnenen EU-Gipfels herrscht an den Devisenmärkten zugleich große Spannung und Unsicherheit. Am Donnerstag schwank der Kurs zwischen 98,5 und 99,0 Yen je Euro. Zurzeit liegt er bei 98,76 Yen je Euro.
Am Dienstag hatte Japans Unterhaus das Gesetz zur Verdoppelung der Mehrwertsteuer beschlossen. Der Yen-Kurs konnte sich daher leicht stabilisieren und überschritt am Dienstag die 99-Yen-Marke leicht (99,07 Yen je Euro). Die Mehrwertsteuer soll nach Berichten von „Welt Online“ bis 2015 schrittweise von fünf auf zehn Prozent erhöht werden. Diesem Gesetz stimmte das japanische Unterhaus am Dienstag zu. Die Vorlage der Regierung von Ministerpräsident Yoshihiko Noda erhielt eine komfortable Mehrheit von 363 der 459 abgegebenen Stimmen. Dennoch ist die Gefahr einer Regierungskrise noch nicht abgewendet, da 57 Abgeordnete von Nodas eigener Partei, der Demokratischen Partei Japans, gegen die Erhöhung der Mehrwertsteuer stimmten.
Nach monatelangen Verhandlungen konnte die Regierung zwei Oppositionsparteien für den Vorschlag der Steuererhöhung gewinnen. Mit diesem Plan beabsichtigt die Regierung, die hohen Staatsschulden in den Griff zu bekommen. Denn Japan hat mit einer Verschuldung in doppelter Höhe des Bruttoinlandsprodukts einen weltweiten Höchststand erreicht. Die Abweichler aus der Regierungspartei setzen sich gegen die Mehrwertsteuererhöhung ein, da diese nicht im Wahlprogramm enthalten gewesen sei. Das Oberhaus muss dem Gesetzentwurf noch zustimmen. Der weitere Verlauf des Euro-Yen-Kurses wird in den nächsten Tagen von dem Ausgang des EU-Gipfels abhängen.